Digital gießen: Wie Eppingen mit EineStadt die öffentliche Pflege neu organisiert
- 21. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag

Die Stadt Eppingen mit rund 22.500 Einwohnern ist idyllisch, bekannt für ihre traditionsreiche Altstadt – und spätestens seit der Gartenschau 2022 im Sommer stets bunt bepflanzt. Doch das bedeutet auch Arbeit: Denn all die Pflanzinseln, Blumenampeln, Pflanztröge und Staudenbeete verlangen nach Pflege. In Zeiten zunehmender Trockenphasen, in welchen auch in Eppingen im Sommer Hitze und Trockenheit dominieren, bedeutet das: Gießen, Gießen, Gießen. Um sich die Arbeit zu erleichtern, setzt Eppingen nun auf die digitale Gießanwendung der Wartungssoftware EineStadt – und erlebt, wie ein bislang mühsamer Arbeitsbereich endlich planbar, nachvollziehbar und effizient wird.
Gießen war früher „nach Bauchgefühl“ – heute ist es datenbasiert
„Früher wusste man oft gar nicht genau, was gegossen werden muss – gerade, wenn jemand neu war oder Urlaubsvertretung gemacht hat“, erinnert sich Kata Rook, Gärtnerin im Bauhof Eppingen. „Man hat sich die wichtigsten Stellen gemerkt, aber bestimmt auch mal was vergessen.“ Verständlich: im Sommer blüht und grünt es in der Gemeinde an allen Ecken und Enden. Ohne klares System hieß es da oft „einfach loslegen“.

Heute genügt ein Blick in die App: Dort sind alle Gießobjekte erfasst – von der Pflanzinsel am Kreisverkehr bis zu den neu gesetzten Jungbäumen im Stadtpark. Jedes Objekt trägt Standortdaten und wird in den anstehenden Gießvorgang mittels Stecknadel auf der digitalen Karte angezeigt. Gießarbeiten werden automatisch terminiert, abhängig vom gewählten Intervall, der Saison oder auf Wunsch sogar vom Wetter. „Ich sehe morgens genau, was auf meiner Route liegt – und weiß, dass nichts vergessen wird“, sagt Rook.
Koordination mit System statt mit Zetteln
Hinter der Einführung der App steht Martin Kuhmann, Bauhofleiter der Stadt Eppingen seit 2016. Er teilt seinen Bauhof in zwei Abteilungen, Handwerker und Gärtner, und sah den wachsenden Gießaufwand mit Sorge. „Mit den heißen Sommern wird das Gießen zu einer zentralen Aufgabe. Ohne System würden wir das organisatorisch gar nicht mehr schaffen.“
Mit dem digitalen Tool kann er heute Gießaufträge direkt einzelnen Mitarbeitenden zuweisen – mit Tages- und Wochenplänen, Erinnerungen, Vertretungsregelungen.
Kuhmann erklärt: „Aufträge werden automatisch an mehrere Personen vergeben – für den Fall, dass jemand krank ist oder Urlaub hat. Ich muss das nicht mehr ständig händisch überprüfen.“
Die GPS-Funktion spielt eine wichtige Rolle: Sie zeigt die genaue Route und erkennt automatisch, wenn sich Mitarbeitende in der Nähe eines Objekts befinden.
„Man muss nicht mehr lange suchen, wo der Kübel eigentlich steht“, so Rook. Und selbst in Bereichen ohne Netz funktioniert das System dank Offline-Modus; synchronisiert wird später.

Weitere Vorteile der digitalen Verwaltung
Eppingen nutzt EineStadt nicht nur fürs Gießen. Seit 2020 sind öffentliche Objekte wie Sitzbänke, Spielplätze, Hundebeutelspender, Müllbehälter und die Gehölzpflege Teil der digitalen Objektverwaltung in der Großen Kreisstadt.
Durch GPS‑Kartendarstellung, Foto‑Upload und Kommentarfunktion können Mitarbeitende schnell digital festhalten und erkennen, wenn z. B. eine Bank beschädigt ist, Jungbäume Trockenschäden aufzeigen oder ein Spielplatz nach einem Sturmereignis besondere Pflege braucht. Kata Rook erklärt: „Wenn wir unterwegs sind und uns etwas auffällt – sei es Müll, beschädigte Einrichtung oder Gehölz, das Pflege nötig hat – tragen wir es direkt in der App ein. Dann ist klar, wer zuständig ist und wann reagiert wird.“
Spontane Meldung für die Gehölzpflege
Auch Markus Rook, Kata Rooks Kollege – und Ehemann –, ist heute unterwegs und bekommt in der App prompt einen Auftrag zur Entfernung eines abgebrochenen Asts. „Das wurde von Kollegen beim Mähen im Flur entdeckt und sofort in die dafür angelegten Aufträge eingetragen. Ich sehe den Standort und die Beschreibung, kann rausfahren und mich darum kümmern.“ So werden alle dürren und abgestorbenen Bäume im Flur erfasst und während der Gehölzsaison entfernt. Ebenso das entstandene Reisig beim maschinellen Schneiden der Flurhecken, das nach zusammenschieben mit dem Radlader in entsprechenden Aufträgen durch die Mitarbeitenden erfasst wird und dann durch den LKW abgefahren wird.

Ob wie hier bei der Gehölzpflege oder bei Schäden an Spielplätzen und Bänken – viele Aufgaben am Bauhof werden heute nicht mehr über einen Anruf oder ein Memo verteilt, sondern direkt über die App EineStadt.
So werden auch die jährliche Reinigung und Instandsetzung der Sitzbänke und die Kontrollen der Nisthöhlen in der Gesamtstadt automatisch organisiert und durchgeführt.
Für Markus Rook ist das ein echter Fortschritt: „Früher wusste keiner so genau, wer was meldet oder ob es überhaupt aufgenommen wurde. Jetzt haben wir gleich alles dokumentiert – mit Foto, Kommentar, Standort.“ Mit seinem LKW fährt er kurzerhand raus, bedient geschickt den Ladekran und beseitigt den abgebrochenen Ast.
Dokumentation & Auswertung: Belastbare Daten statt Schätzungen
Für Bauhofleiter Kuhmann besonders wertvoll: die automatisch erzeugten Daten und Auswertungen. Früher waren Zettel, Erinnerungen und informelle Absprachen gang und gäbe. Jetzt liefert die App greifbare Zahlen: Welche Objekte wurden wann gewässert? Welcher Mitarbeitenden war beteiligt? Und bei Bedarf ist es sogar möglich, festzuhalten, wie viele Liter Wasser flossen oder wie lange der Einsatz dauerte.

PDF‑ und Excel/CSV‑Exporte ermöglichen es, diese Daten in Berichten zu nutzen – etwa für interne Rücksprachen, Budgetplanungen oder für Verhandlungen, wenn es um Zuschüsse oder kommunale Förderprogramme geht. Bauhofleiter Kuhmann bringt es auf den Punkt:
„Wenn jemand fragt, ob etwas gemacht wurde, ob Gießen, Kontrolle oder Reparatur, können wir jetzt belegen, dass es geschah, an welchem Tag, von wem und wie gründlich. Das war vorher oft Vertrauenssache; jetzt ist es dokumentiert.“
Mehr Effizienz, weniger Verschwendung, gesteigerte Motivation
Das Zusammenspiel von Planung, Durchführung und Dokumentation sorgt in Eppingen für deutlich geringeren Mehraufwand:
Wege werden optimiert, weil klar ist, welche Objekte auf einer Route liegen. Überschneidungen im Arbeitseinsatz gibt es kaum noch.
Gleichzeitig steigt die Verlässlichkeit: Objekte draußen, in Randlagen oder versteckt zwischen Bäumen, werden nicht mehr übersehen.
Auch die Nachhaltigkeit wird gestärkt: Wasser wird gezielter eingesetzt, Überwässerung und unnötiges Nachgießen reduziert. Papier wird eingespart, weil kein analoger Zettel mehr nötig ist. Mitarbeitende äußern insgesamt mehr Zufriedenheit, weil die Aufgaben klar sind und das Gefühl der Kontrolle durch Transparenz ersetzt wird.

EineStadt: Ein leistungsfähiges Werkzeug für Eppingen und darüber hinaus
Die Einführung der Gießanwendung von EineStadt in Eppingen zeigt, wie Digitalisierung die öffentliche Arbeit effizienter und professioneller machen kann.
Eppingen steht da exemplarisch: EineStadt überlässt Grünflächenmanagement dank Software nicht mehr dem Zufall, sondern plant und verwaltet systematisch. Für Kommunen, die sich auf immer heißere Sommer und begrenzte Ressourcen einstellen müssen, ist das ein Modell – mit echtem Mehrwert in Effizienz, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterzufriedenheit.

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