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Digitale Spielplatzverwaltung: NFC-Chip macht's möglich

Für Kontrollgänge und Wartungen an Spielplätzen und Co. wünschte sich Thomas Bernert, Mitarbeiter in der Abteilung Grün und Umwelt der Stadt Schwabmünchen, eine nutzerfreundliche Lösung via App. Das war der Startschuss für die NFC-App „EineStadt“. Und so ist alles entstanden:


thomas bernert schraubt einen NFC-Chip an

Wie entstand eigentlich die App für digitale Kontrolle von Spielplätzen und Spielgeräten?

Mit dem Laptop auf dem Beifahrersitz von Spielplatz zu Spielplatz, von Baum zu Baum und von Hundetoilette zu Hundetoilette fahren, um dort mit einem Geoinformationssystem Daten zu erfassen oder den Zustand abzugleichen – das fand Thomas Bernert damals nicht mehr zeitgemäß. „Wir arbeiteten mit einer GIS-Lösung, die sich zwar recht gut bedienen ließ, aber nur zuverlässig war, wenn es auch eine stabile Internetverbindung gab.“ Das ist in Schwabmünchen wie fast überall in Bayern nicht flächendeckend gegeben. „Mich hat auch gestört, dass das System nur auf einem Computer lief, man also mindestens ein Laptop benötigte.“


Aus dieser Problematik entstand vor einigen Jahren sein Wunsch: Ein Programm für Kontrolle und Wartung, das nicht überfrachtet ist, aber alle notwendigen Funktionen bietet und sich auf einem Mobilgerät bedienen lässt. Michael Lodes, der damals als Vermesser bei der Stadt Schwabmünchen arbeitete, kam schnell auf die bahnbrechende Idee: eine Wartungssoftware, basierend auf NFC-Technologie. 2017 war „EineStadt“ dann einsatzbereit, um die Wartung, Kontrolle und Pflege öffentlicher Objekte in Kommunen ganz einfach zu digitalisieren.

Ich hatte die Probleme, Michael die Umsetzungsidee“, erinnert sich Thomas Bernert schmunzelnd.


NFC-Chips: ideal geeignet für den digitalen Spielplatz

„Angefangen haben wir damals unter anderem mit Spielgeräten auf öffentlichen Spielplätzen.“ Diese wurden mit NFC-Chips ausgestattet, die Standortdaten und Leerungsinformationen enthielten. „Diese öffentlichen Rutschen, Schaukeln und Co. waren ideale Testobjekte.“ Sinnvoll sind die NFC-Chips an einzelnen Objekten überall dort, wo regelmäßig Kontrollen und Wartungen erforderlich und rechtssichere Nachweise wichtig sind.


Thomas Bernert parkt seinen Wagen am Seniorenfitnessplatz im Finkenweg und demonstriert die Handhabung der App. Der NFC-Chip befindet sich an einem Pfosten am Ende des Balancierparcours. Bernert beschränkt sich nicht nur auf die reine Sichtkontrolle, sondern probiert den Parcours selbst aus. Es schwankt und wackelt nur, was schwanken und wackeln soll. Am Ende angekommen, liest Bernert den Chip ein und vermerkt die getätigte Kontrolle - ohne Arbeitsauftrag, da alles in Ordnung ist. In der App sieht er auch, dass der Fallschutz-Belag aus Hackschnitzeln, der beim vorherigen Kontrollgang zu gering war, wieder aufgefüllt wurde.


Digitale Spielplatzkontrolle auf dem Smartphone


NFC-App für den Spielplatz – so funktionierts

Die wartungsfreie NFC-Technologie eignet sich für alle Objekte, an denen sich ein Chip befestigen lässt – befestigt mittels Schraube, Kabelbinder oder als Aufkleber. Im Freiraum sind das neben Spielgeräten auch Bäume, Mülleimer und Hundetoiletten, in Gebäuden reicht das Spektrum von Aufzug und Klimaanlage über Heizung und Toiletten bis zu Brandschutztüre und Feuermelder.


Das richtige Objekt samt Eingabefeldern öffnet sich im vorinstallierte Browser bei Berührung des Chips mit dem Smartphone oder Tablet. Hier kann sofort losgelegt werden: Bernert kann Häkchen bei der Kontrolle setzen, Probleme eintragen, Fotos machen oder Aufträge direkt via App an den zuständigen Dienstleister versenden.

Das Auslesen der Chips vor Ort stellt sicher, dass Mitarbeitende und Firmen tatsächlich am Objekt waren - und funktioniert auch ohne Internetzugang. Die erfassten Kontrollgänge und Arbeitsaufträge können im Bedarfsfall als Berichte im PDF-Format abgerufen und ausgedruckt werden. So lassen sich alle Kontrollgänge und Arbeiten lückenlos nachverfolgen – das gibt Rechtssicherheit.


Und so werden die NFC-Chips am Spielplatz angebracht

So bringt Thomas Bernert beispielsweise Blindnieten an – sicher und unkompliziert:


Blindnieten anbringen Teil 1

Zu aller erst muss er mit einer Ahle und Hammer vorkörnen, damit das Loch einfacher gebohrt werden kann.







Blindnieten anbringen Teil 2


Im Anschluss muss Hr. Bernert ein Loch Bohren – mit einem Durchmesser, der etwas größer ist als der Blindniet selbst.




Blindnieten anbringen Teil 3




Nun kann er den Niet inkl. Chip in das gebohrte Loch stecken.





Blindnieten anbringen Teil 4



Jetzt noch die Blindnietzange einsetzen. Mit dem passenden Mundstück wird der Dorn gefasst und anschließend der Hebel betätigt.







Blindnieten kommen überall da zum Einsatz, wo keine Chips geschraubt werden können. Chips zum Schrauben sind einfacher anzubringen, z.B. auf Holz- oder Kunststoffspielgeräten.


NFC-Chip am Spielgerät


Weitere Vorteile der NFC-Technologie am Spielplatz


  • Wöchentliche Sichtkontrolle kann sehr einfach dokumentiert werden, indem das Handy nur an den Chip gehalten wird und damit der Nachweis generiert ist, dass jemand vor Ort war. Der Chip kann entweder an jedem einzelnen Spielgerät oder lediglich an den Spielplatzeingängen befestigt werden.

  • Auch Quartalskontrollen finden mithilfe der Chips statt. Die Kontrolle ist tiefergehend und es werden Details geprüft – einfach und genau mit Hilfe eines auf das Spielgerät zugeschnittenen Prüfprotokolls in der App.

  • Jährliche Hauptinspektion: Wird von einem dritten Dienstleister, einem Experten bzw. einer Expertin, durchgeführt. Diese können in die Anwendung mit eingebunden werden, sodass die Ergebnisse immer in einem System bleiben – inkl. Fotos und empfohlener Maßnahmen.


Mehr Infos über die Spielplatzkontroll-App gibts hier!



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